SlovakEnglishGermanMagyar
left_separator.gif
Tokajská spoločnosť Viničky s.r.o.
Darčekové balenia
Videoprezentácia spoločnosti
Projekt spolufinancovaný Európskou úniou
Tokajská spoločnosť Viničky s.r.o.
Tokaj und Historie
DDas Tokajer Gebiet ist einer der wenigen Bereiche weltweit, in dem Trauben zur Herstellung von natürlich süßen Weinen gezüchtet werden können. Die Anfänge des Weinbaus im Gebiet sind aus dem Zeitraum der römischen Herrschaft bekannt, als das Gebiet ein Teil von Pannonien war. Der Tokajer Weinbau begann bereits in der jüngeren Römerzeit und ist auf das 3.-4. Jahrhundert n. Chr. datiert. Im Zeitraum der Völkerwanderung kam es zu einem vorübergehenden Niedergang des Weinbaus, der erst nach der Zuwanderung der Slawen wieder einen größeren Aufschwung erfuhr. Die Ungarn, die in den letzten Wellen der Völkerwanderung unter der Führung von Almus und seinem Sohn Arpad über die Karpaten kamen, fanden dort einen entwickelten Weinbau vor. Davon zeugt die Meldung des Heerführers der Türken, der dem Fürsten Arpad meldete, dass er beim Zusammenfluss der Flüsse Bodrog und Theiß auf den umliegenden Hängen herrliche Weingärten vorfand.

Zusammenfluss der Flüsse Theiß und Bodrog - TokajDie Bezeichnung TOKAJ ist slawischer Abstammung und ist von "STOKAJ" abgeleitet. In übertragener Bedeutung bedeutet dies Zusammenfluss zweier Flüsse, Bodrog und Theiß. Die Invasionen der Tataren in den Jahren 1241-1242 zerstörten die Weinberge und verursachten eine beträchtliche Entvölkerung dieses Gebiets. Seine Erneuerung wurde vom ungarischen König Béla IV. (1235-1270) unterstützt, der dieses Gebiet mit italienischen Auswanderern kolonialisierte, mit denen er die Tokajer Weinbaugemeinden besiedelte. Aufgrund dessen sind dort unter anderen auch italienische Nachnamen erhalten geblieben. König Béla IV. selbst nannte dieses Gebiet "Land der Italiener". Die italienischen Weinbauer brachten auch neue Weinsorten mit und pflanzten sie an. Von diesen wurde gerade Furmint die wichtigste Tokajer Sorte. Schriftlich sind Weinberge im Jahr 1249 in der heutigen Gemeinde Viničky, im Jahr 1390 in Malá Tŕna und im Jahr 1410 in Bara belegt. Eine bedeutende Entwicklung im Weinbau wurde auch zur Zeit des Königs Matthias Corvinus in den Jahren 1458-1490 verzeichnet, als die sich Streitigkeiten um das Eigentum und die Weinberge der ungarischen Herrscher mit der Kirche fortsetzten. Zur Zeit der türkischen Kriege und nach der Eroberung der Region durch die Türken im Jahr 1528 blieb das Gebiet 170 Jahre lang unter türkischer Herrschaft. In diesem Zeitraum wurde der Weinbau im Tokajer Gebiet nicht wesentlich erweitert, aber aus dieser Zeit stammen die meisten Tokajer Keller, die als Schutz für Menschen und Eigentum vor räuberischen Armeen erbaut wurden.

Allmählich verbesserte sich die Technologie zur Herstellung von Tokajer Weinen, und im Jahr 1560 finden wir im lateinisch-ungarischen Wörterbuch von Fabricius Balász den Begriff Trockenbeeren (Rosinen) vor, die bei günstigem Wetter und bei speziellen klimatischen Bedingungen bei den Tokajer Sorten entstehen, die vom Edelschimmel Botritis cinerea Persoon befallen sind.

Tokaj Gesellschaft Viničky s.r.o.Die erste Tokajer Auslese (aus dem ungarischen „aszú“ oder „Büttenwein“) wurde zu den Osterfeiertagen im Jahr 1650 in Sárospatak von Máté Szepsi-Laczkó für Susanna Lórantffy, die Witwe von Georg Rákoczi I., hergestellt. Bereits im Jahr 1655 wurde in Ungarn die Lese von Trockenbeeren (Rosinen) gesetzlich festgelegt, und dadurch wurde eigentlich die Grundlage für die Technologie der Herstellung von Tokajer Weinen geschaffen. Die Ära der Herrschaft der Familien Rákóczi und Lórantffy war nicht nur mit den ungarischen Aufständen, sondern auch mit Reformationen und der Unterstützung der Bildung verbunden. Bereits zu Beginn des 16. Jahrhunderts wurde der Tokajer Wein zum wichtigsten Exportprodukt der Kaufleute aus Bardejov und Levoča. Er wurde aus den städtischen Tokajer Weingärten gewonnen. Die Freie Königsstadt Levoča gehörte zu den größten Eigentümern von Weinbergen im Tokajer Gebiet. Die Bürger von Levoča besaßen Weinberge im heutigen Ungarn, über den Kauf Sachurkunden erstellt wurden. Der Tokajer Wein gelangte über die nördlichen Grenzen Ungarns insbesondere nach Polen auf die Märkte in Krakau, Warschau und Krosno. Den größten Ruhm und Bewunderung erlangte der Tokajer auf dem französischen Königshof von Ludwig XIV. (1638-1715), wo er den Titel "VINUM REGUM – REX VINORUM" gewann, was übersetzt bedeutet "WEIN DER KÖNIGE – KÖNIG DER WEINE". Das Getränk wurde dem König von Franz Rákoczi II. gebracht, der in Borsa geboren war und dem der König nach den erfolglosen ungarischen Aufständen Asyl anbot. Tokajer Wein ließ sich auch der russische Zar Peter I. auf seinen Hof bringen, und auch seine Nachfolgerin, die Zarin Katharina. Der Tokajer Wein und auch seine Spenderin Maria Theresia (1740-1780) lobte Papst Benedict XIV.: "Gesegnet sei das Land, das dich hervorgebracht hat, gesegnet sei die Dame, die dich geschickt hat und auch ich sei gesegnet, dass ich dich genießen durfte."

Ján MathiaszMit dem Rückgang der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Bedeutung der oberungarischen Städte im 18. Jahrhundert und der Einführung hoher Zollgebühren sank die Bedeutung des Weinexports aus Ungarn. Dies bewirkte auch eine Verringerung der Anbauflächen auf den Weinbergen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts verursachte die Reblaus auch im Tokajer Bereich große Schäden an den Weinbergen. In Folge dessen wurde dieses Weinbaugebiet zerstört. Um die Erneuerung der Weinberge machte sich Ján Mathiasz (1838 -1921) aus Viničiky verdient, der gerade im Tokajer Gebiet mit der Entdeckung des Weinbaus auf immunem Sand und der Züchtung einer großen Zahl von Traubensorten den Grundstein für die Traubenzucht in Ungarn legte.
Nach der Gründung der Tschechoslowakischen Republik wurde das Tokajer Gebiet durch die Staatsgrenze geteilt. Diese Teilung hatte jedoch keinen Einfluss auf die Boden- oder Klimabedingungen. Im Jahr 1924 wurde in Malá Tŕna eine Weinberg- und Weinbauforschungsstation gegründet, die im Bereich der Untersuchung von Traubensorten und Technologien zur Herstellung von Tokajer Weinen tätig ist.